Podcast Equipment – Teil 4: 3 Dinge die jeder Podcaster haben sollte
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Podcast Equipment – Teil 4: 3 Dinge die jeder Podcaster haben sollte

Jeder kann einen Podcast produzieren! Einfach die kostenlose Aufnahmesoftware Audacity runter laden, auf den roten Aufnahmeknopf drücken und schon kann es los gehen. Vorausgesetzt man hat ein eingebautes Mikrofon, was bei Notebooks in 90% aller Fälle vorhanden ist.

Wer einen normalen Computer hat, muss entweder eine Webcam mit eingebautem Mikrofon verwenden oder ein externes Mikrofon kaufen und anschließen.

Das Investment beträgt also im besten Fall 0,- € oder vielleicht knapp 10,- € sollte keinerlei Mikrofon vorhanden sein. Dabei gehe ich jetzt mal davon aus, dass jeder irgend eine Art von Computer sein Eigen nennt.

Das Ergebnis dieser Aufnahme wird jedoch unterirdisch sein und kein Mensch wird sich das dann gerne anhören. Auf meiner Soundcheckseite kannst du dir deine eigene Meinung dazu bilden.

Weniger ist nicht immer mehr!

Leider erlebe ich immer wieder angehende Podcaster oder Audioblogger, die einfach und ohne darüber nach zu denken, ein Mikrofon kaufen, das bei Amazon gute Bewertungen bekommen hat. Meist ist ohnehin der Preis das wichtigste Kriterium.

In den letzten 3 Artikeln habe ich dir daher mein gesamtes Wissen über Mikrofone an die Hand gegeben und hoffe, dass du mittlerweile nicht mehr zu diesen Leuten gehörst, die ohne sich Gedanken zu machen, einfach ein Mikrofon kaufen.

Aber ist das Mikrofon wirklich der einzige Einflussfaktor für eine gute Aufnahme?

Mit einem vernünftigen Mikrofon hast du sicherlich schon die halbe Miete aber du würdest ja bei einem Marathon auch nicht kurz vor dem Ziel stehen bleiben und sagen: „Ach bis hier hin ist eigentlich auch genug.“ Vor allem, wenn du noch Luft für die letzen 800 m hast.

Ich bin mir sicher, dass das richtige Zubehör, das Salz in deiner Suppe ist und den kleinen aber feinen Unterschied macht.

Dabei sind manche Dinge meiner Erfahrung nach absolut unerlässlich und wieder Andere, abhängig von deiner individuellen Situation, vielleicht unnötig oder etwas übertrieben.

Bevor du jetzt aber weiterliest, solltest du die ersten 3 Artikel über Mikrofone kennen und dir klar darüber sein, welches Mikrofon für dich das Beste ist.

Hier findest du die Artikel:

Teil 1: Was du über dein erstes Mikrofon wissen solltest

Teil 2: Wie du das passende Mikrofon für dich findest

Teil 3: Mit diesen Mikrofonen liegst du immer richtig

In diesem Artikel werde ich nur auf die in meinen Augen unerlässlichen Zubehör-Teile eingehen. In einem späteren Artikel erfährst du dann mehr über die Komponenten, die den Unterschied machen können.

Die passende Halterung

Da du als Podcaster nicht wie Joe Cocker über die Bühne düsen und dabei dein Mikrofon in der Hand halten wirst, benötigst du eine Halterung, um das Mikrofon optimal auszurichten. Viele Hersteller liefern zwar bereits ein Mikrofonclip oder eine Mikrofonhalterung mit aber ob das dann optimal ist, wage ich zu bezweifeln. Die meisten Varianten lassen sich nämlich weder ordentlich einstellen noch entkoppeln sie den Trittschall.

Warum ist das so wichtig?

Viele Mikrofone verfügen über eine Richtcharakteristik und nehmen den Schall folglich nicht x-beliebig, sondern nur aus einer bestimmten Richtung auf. Ohne eine Halterung, die eine flexible Positionierung des Mikrofons vor deinem Mund ermöglicht, wirst du also kaum klar kommen.

Aber viel wichtiger ist die Entkopplung des Trittschalls, der immer dann entsteht, wenn sich Stöße oder Vibrationen auf das Mikrofon übertragen und in deiner Aufnahme landen. Das passiert ganz schnell, wenn du während der Aufnahme mit deinem Fuß gegen den Schreibtisch kommst oder dein Mikrofon anfasst.

Für die meisten Großmembran Mikrofone ist daher eine elastische Halterung, umgangssprachlich Spinne, unerlässlich und sollte auf jeden Fall gleich mit bestellt werden.

Wenn du so wie ich ein Rode Mikrofon gekauft hast, dann empfehle ich dir diese Halterung: Røde PSM1* (Partnerlink)

Für alle anderen Mikrofonarten empfehle ich dir auf den Seiten des Herstellers oder in einem der einschlägigen Onlineshops nach der passenden Lösung zu suchen.

Darauf solltest du achten:

Normale Halterungen oder Mikrofonclips entkoppeln den Trittschall nicht! Hier musst du also aufpassen, dass du während der Aufnahme nicht gegen das Mikrofon oder den Schreibtisch stößt. Außerdem haben viele USB Mikrofone meist irgendeine Art von Lösung mit dabei. Dann kannst du meist keine anderen Halterungen verwenden.

Der optimale Stand

Wenn du schon mal das Studio eines klassischen Radiosenders gesehen hast, dann ist dir sicherlich aufgefallen, dass alle Mikros sehr genau vor dem Mund des Moderators positioniert sind. So kann sich der Sprecher frei vor dem Mikrofon bewegen, seinen Computer oder andere Dinge wie das Mischpult bedienen oder einen Blick auf seine Notizen werfen. Dabei kann er dann den optimalen Abstand zum Mikrofon problemlos einhalten.

In deinem Homestudio hast du ganz ähnliche Möglichkeiten auch ohne dafür ein Vermögen auszugeben.

Es gibt natürlich jede Menge Mikrofone die als Bundle angeboten werden, d.h. es ist bereits ein Stativ oder Ständer mit dabei. Manche Mikrofone wie z.B. Das Samson Meteor haben sogar 3 Beine fest am Gehäuse montiert. Das mag auf den ersten Blick sehr praktisch erscheinen, ist aber in Wahrheit keine optimale Lösung. Wer jedoch für sich entschieden hat, dass er auch in Zukunft eher sehr selten und nur sporadisch aufnehmen will, der wird mit dieser Lösung sicherlich ganz zufrieden sein.

Alle Anderen sollten besser ein paar Euro zusätzlich einplanen und in eine flexible Lösung investieren.

Stativ oder Studioarm?

Was für deinen Zweck die beste Lösung ist, hängt im Wesentlichen von 3 Faktoren ab.

1.) Suchst du eine bequeme Lösung mit der du hin und wieder auch unterwegs aufnehmen kannst?

Dann empfehle ich dir ein Samson Tischstativ* (Partnerlink). Das lässt sich super mitnehmen und muss nicht extra befestigt werden.

2.) Willst du zusätzlich auch noch im Stehen arbeiten z.B. um zu singen?

Dann solltest du besser einen Mikrofonständer mit Galgen und Guss-Sockel* (Partnerlink) verwenden. Dieser lässt sich auf die Körpergröße anpassen und steht auch ohne Tisch stabil auf 3 eigenen Beinen.

3.) Willst du ausschließlich im Sitzen aufnehmen und suchst dafür die optimale Lösung?

Dann empfehle ich dir ganz klar ein Røde Gelenkarmstativ* (Partnerlink). Das muss zwar an einem Tisch befestigt werden, ist dafür aber sehr stabil und flexibel einstellbar. Du kannst daran alle handelsüblichen Mikrofonspinnen montieren auch wenn diese nicht von Rode sind.

Darauf solltest du achten:

Egal für welche Lösung du dich entscheidest, setze auf eine gute Qualität und einfache Befestigungsmöglichkeiten.

Das richtige Mikrofonkabel

Natürlich brauchst du ein Kabel um dein Mikrofon anschließen zu können, das ist ja wohl logisch, oder? Warum erwähne ich das dann hier überhaupt?

Dafür gibt es 2 gute Gründe:

1.) Es gibt noch immer Menschen, die glauben, dass jede Art von Technologie heute „wireless“ also kabellos funktionieren muss und

2.) Beim Kauf eines Kabels werden sehr oft Fehler begangen, die sich nachher nicht nur auf die Aufnahmequalität, sondern auch auf das Frustlevel auswirken.

Ob du ein zusätzliches Kabel für dein Mikrofon brauchst, hängt im Wesentlichen davon ab, was für ein Mikrofon du gekauft hast. Viele einfache Plug & Play Mikros verfügen über einen USB Anschluss für das ein Kabel bereits im Lieferumfang enthalten ist.

Solltest du ein solches Mikrofon haben, dann prüfe unbedingt, ob du mit der Länge des beiliegenden Kabels klar kommst. Es gibt nichts Schlimmeres als quer durch den Raum gespannte Kabel und Stolperfallen.

Ich verwende das folgende USB Kabel: LINDY USB 2.0 Kabel* (Partnerlink) Es ist transparent, 3m lang und sehr gut verarbeitet.

Wenn du ein klassisches Mikrofon mit XLR Anschluss besitzt, dann benötigst du oft ein zusätzliches Kabel, denn die meisten Hersteller sparen sich das Kabel und das ist in meinen Augen auch gar nicht so verkehrt. Denn was bringt dir schon ein schlecht verarbeitetes Standardkabel, das zu allem Übel auch noch zu kurz ist?

Ich verwende das folgende XLR Kabel: Stagg XLR Kabel* (Partnerlink) Es ist schwarz, 3m lang und sehr gut verarbeitet. Die Stecker sind aus Metall und auf der Mikrofonseite ist eine Verriegelung angebracht, die ein versehentliches Lösen des Steckers verhindert.

Und warum nicht wireless?

1.) Weil es keine kabellosen Großmembranmikrofone gibt und wie du weißt, empfehle ich diese immer für den Einsatzzweck „Podcasting“

2.) Die Preise meist bedeutend höher liegen. So kostet z.B. ein kabelloses Mikro von Shure oder Sennheiser schnell 300,- EUR und mehr und

3.) Es nicht ausgeschlossen werden kann, dass das Signal zwischen Sender und Empfänger gestört oder verzerrt wird.

Außerdem kommst du sowieso nicht ganz ohne Kabel aus, denn die Empfängerstation muss ja immer noch mit einem Kabel an deinen Computer oder an dein Mischpult angeschlossen werden.

Darauf solltest du achten:

Ich empfehle dir, ein mindestens 3m langes Kabel zu verwenden und darauf zu achten, dass die Stecker aus Metall sind und mikrofonseitig mit einer Verriegelung versehen sind. Dadurch ist eine lange Lebensdauer garantiert und Wackelkontakte gehören der Vergangenheit an.

Fazit

Das Thema Zubehör wird von vielen Audiobloggern und Podcastern oft vernachlässigt. Kein Wunder! Werden doch meist preislich attraktive Studiobundes angeboten, die vermeintlich alles notwendige Zubehör enthalten. Meiner Meinung nach sind die mitgelieferten Komponenten dann aber oft nicht hochwertig oder im Einzelfall gar unpassend.

Was bringt mir also das Rode NT1A Vocal Bundle zum Super-Paket-Preis, wenn ich gar nicht singen will?

Und was habe ich von einem Paketangebot bei dem ein gratis Kopfhörer dabei ist, ich aber schon einen Kopfhörer habe?

Es gibt sicherlich einige interessante Angebote und Aktionen bei denen du genauer hinschauen solltest aber lass’ dich dabei nicht vom angeblich einmaligen Sonderangebot blenden und schau dir den Lieferumfang genauestens an.

Hier nochmal die wichtigsten Punkte auf einen Blick:

1.) Du brauchst eine geeignete Halterung um dein Mikrofon einfach und stabil an einem Stativ oder Studioarm befestigen zu können. Sie sollte eine Ausrichtung des Mikrofons erlauben und den Trittschall entkoppeln.

2.) Du solltest in ein Stativ oder einen Studioarm investieren, der deinem Mikrofon Halt bietet und eine optimale Positionierung vor deinem Mund ermöglicht.

3.) Hast du das richtige Anschlusskabel zur Hand? Es ist wichtig, dass du nach einer ordnungsgemäßen Verlegung des Kabels immer noch ein wenig Reserve hast. Im Zweifelsfall darf das Kabel ein wenig zu lang sein.

Wenn du alle Punkte beachtest, dann solltest du schon bald in der Lage sein dein Mikrofon optimal zu nutzen. Du darfst dich ab sofort auf deine Aufnahme konzentrieren und musst dich nicht mehr mit einem wackelnden Stativ oder zu kurzem Kabel rumärgern.

Falls du neugierig bist, was ich einsetze, dann schau’ dir gerne einmal meine Equipment-Seite an. Dort findest du jede Menge Infos zu meiner Ausstattung

Solltest du noch weitere Fragen haben, dann schick‘ mir einfach eine Mail an  sascha@meinpodcast.com  oder schreibe sie einfach in die Kommentare. Ich werde dir dann zeitnah antworten.

Wenn du lieber den Austausch mit Anderen suchst, dann würde mich freuen dich in meiner Facebookgruppe  „Werde Podcaster“  begrüßen zu dürfen. Hier kannst du dich mit Gleichgesinnten austauschen und mit uns über alles rund ums Thema Audio Podcasting diskutieren.

Also bis zum nächsten mal.

Lass‘ uns was Bedeutendes schaffen!

Dein
Sascha Röhler

Sascha

Mein Name ist Sascha Röhler und ich bin der Podcast Padawan und Autor dieses Blogs. Ich möchte meine Reise zum ersten eigenen Podcast dokumentieren und dabei zu einem Podcast Meister werden. Wer geht mit mir diesen Weg?

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