Der Avatar, das unbekannte Wesen? Wie du deinen perfekten Zuhörer findest!

Der Avatar, das unbekannte Wesen? Wie du deinen perfekten Zuhörer findest!

Ich liebe Geschichten, die einem verdeutlichen, was in Menschen vorgeht und was sie zu gewissen Handlungen oder Taten bewegt.

Daher möchte ich dir auch in diesem Blogartikel eine Geschichte erzählen, die dir klar machen soll, wie wichtig es ist, seinen Leser oder Zuhörer zu kennen.

Ich bin bereits seit vielen Jahren als Vertriebsingenieur im Außendienst tätig und treffe entsprechend viele Menschen, die ich meist nie zuvor gesehen habe und mit denen ich bestenfalls ein paar kurze Worte am Telefon gewechselt habe.

Als guter Verkäufer möchte ich natürlich nicht einfach nur bei meinem Kunden sitzen und dessen Kaffee austrinken, sondern raus finden, wo es für mein Produkt oder meine Lösung einen echten Bedarf geben könnte.

Natürlich würden viele Verkäufer jetzt einfach alle Infos raus hauen, die ihnen in den Sinn kämen. Frei nach dem Motto:

„Vielleicht hört oder sieht der Kunde ja etwas, das er gebrauchen kann und schreit laut HIER!“

Ich will gar nicht bestreiten, dass ich das in meiner wilden Zeit nicht auch das eine oder andere Mal getan habe. Vor allem, wenn ich mit brandneuen Lösungen im Gepäck bei meinem Lieblingskunden saß, von dem ich wusste, dass der immer wieder was findet, das ihn interessiert und das er gut gebrauchen kann.

Aber in der Regel habe ich den meisten Erfolg beim Kunden erzielt, wenn ich Fragen gestellt habe, denn dann war es der Kunde der die meiste Zeit geredet hat und das ist dann doch irgendwie angenehmer für den Kunden, als wenn er nur zu getextet wird.

Das Beste daran war allerdings, dass er mir unschätzbar viele und wertvolle Informationen gegeben hat, die ich nicht selten nutzen konnte, um ihm das ideale Produkt vorzustellen und letztendlich auch zu verkaufen.

Dazu ein Beispiel aus meinem 1. Job als Verkäufer für Sensorik und Messtechnik:

Der Kunde ABC GmbH setzte Produkte vom Wettbewerb ein und war „eigentlich“ rund um zufrieden. Der Preis stimmte und die Lieferzeit sowie der Service waren auch okay. Er vermisste nichts und fand in der Regel was er suchte. Ich hätte also auf der Stelle kehrt machen können und der Kunde wäre nicht einmal böse darüber gewesen, denn er meinte ja alles zu haben.

Nach ein paar Minuten lockerem Plaudern stellte sich dann heraus, dass es durch die hohe Verschmutzung in der Produktion doch diverse Probleme mit den Produkten des Wettbewerbs gab, die man aber durch ständiges Nachstellen und Putzen einigermaßen im Griff hatte.

Als ich dem Kunden daraufhin unsere schmutzunempfindliche Lösung vorstellte und live demonstrierte, war er auf einmal ganz interessiert und forderte gar ein kurzfristiges Angebot von mir.

Ich hatte die Sorgen, Probleme und Nöte meines Kunden erkannt und ihm eine darauf zugeschnittene Lösung präsentiert. Nicht mehr und nicht weniger.

Wie kannst du das auf deinen Podcast oder Blog anwenden?

Natürlich ist meine Geschichte nur ein Beispiel dafür, wie sehr wir alle von Motiven getrieben werden. Kein Mensch beschäftigt sich gerne mit Dingen, die ihn nicht weiterbringen oder die ihm keinerlei Nutzen spenden.

Dein größtes Ziel muss es also sein zu wissen, wer dein Zuhörer eigentlich ist und heraus zu finden, was ihn antreibt und für was er brennt. Lass‘ ihn vor deinem geistigen Auge entstehen und erwecke ihn damit, zumindest für dich, zum Leben.

Dafür kannst du dir die folgenden 11 Fragen stellen:

  • Wie heißt dein Zuhörer?
  • Welches Geschlecht hat er?
  • Wie alt ist er?
  • Hat er einen Job oder ist er selbstständig?
  • Ist er ledig oder verheiratet?
  • Hat er Kinder?
  • Wie sieht sein Umfeld aus?
  • Welche Hindernisse möchte er überwinden?
  • Was für Sorgen und Probleme hat er?
  • Was wünscht er sich?
  • Vor welcher Herausforderung steht er?

Wenn dir noch mehr Fragen einfallen, die dir wichtig erscheinen und die dir bei der Suche nach deinem perfekten Zuhörer helfen, dann schreib sie auf und beantworte sie dir.

Alles was dir hilft, diesen Zuhörer vor deinem geistigen Auge entstehen zu lassen, ist sinnvoll.

Die Entstehung deines Avatars

Was ist das eigentlich ein Avatar? Wikipedia sagt dazu: „Ein Avatar ist eine künstliche Person oder eine Grafikfigur, die einem Internetbenutzer in der virtuellen Welt zugeordnet wird.“

Man könnte auch sagen, ein Avatar ist ein Abbild oder eine Vorlage deines Zielkunden

Wenn du ein guter Zeichner bist, dann könntest du dir jetzt ein echtes Bild von deinem Avatar machen, zumindest so wie du ihn dir vorstellst.

Solltest du aber wie ich eher mittelprächtig begabt sein, dann ist der einfachste Weg, dir einen guten Eindruck von deinem Avatars zu machen, ein Dossier.

Ganz einfach! Schreib einen Lebenslauf oder eine Vita deines Avatars und beschreibe ihn so gut es geht mit deinen eigenen Worten. Lass dabei nichts aus und spare nicht an Details.

Eine DIN A4 Seite sollte reichen um dein Ziel zu erreichen und wenn du magst kannst du im Laufe der Zeit immer mal wieder an der Beschreibung deines Avatars arbeiten.

Alles eine Frage der Perspektive

Ab und an kommt ein Blogger in die Facebook Gruppe „Erfolgreich Bloggen“ und bittet die Mitglieder um eine Meinung zu seinem Blog. Wenn ich mir dann die ersten Zeilen einzelner Artikel durchgelesen habe, fällt mir oft ein typischer Fehler auf, den ich auch in meinem Blogartikel 4 Fehler die du nach dem Start deines Podcasts vermeiden solltest“, beschrieben habe.

Der Blogger schreibt für sich und nicht für den Leser. Er weiß offensichtlich gar nicht wen er ansprechen will und wer vermutlich der typische Leser seines Blogs ist. Da stehen dann so Sätze wie: „Ich finde das und das toll“ oder „Ich mag dies und das“ oder „Ich kann X oder Y anbieten“ Nicht selten wird der Leser als Neutrum oder als Gruppe betrachtet.

Es ist unerheblich was du willst, du musst genau wissen was dein Avatar will.

Ich weiß, dass es da draußen sehr viele Menschen gibt, die gerne Podcasts anhören und Blogartikel lesen und du möchtest sie ja am liebsten alle ansprechen. Doch der Leser darf für dich immer nur 1 Person sein oder wie viele Menschen kennst du, die sich zu Dritt vor den Computer setzen und einen Blogartikel lesen oder gemeinsam Podcasts anhören?

Daher gilt „Sie“ oder „du“ aber niemals „man“ oder ihr“

Dein Avatar zeigt dir wo es lang gehen muss

Wer könnte besser wissen was er will als dein Avatar? In deinem Podcast oder Blog kannst du nicht auf die individuellen Wünsche einzelner Hörer oder Leser eingehen. Du musst dich auf die Kernpunkte und Herausforderungen deines Avatars fokussieren.

Wenn du weißt wer er ist und wie er tickt, dann beginnst du irgendwann von ganz alleine für ihn und niemand anderen zu schreiben. Ab der ersten Silbe hast du ihn vor Augen und spürst förmlich was deine Worte bei ihm auslösen werden, wenn er sie liest.

Du zeigst ihm die Lösung zu seinem Problem, reichst ihm deine Hand und hilfst ihm damit seine Herausforderung zu meistern und den nächsten Schritt zu machen

Wie du deinem Avatar gibst was er sucht

Als ich 10 Jahre alt wurde, schenkte mir meine Mutter den ersten echten Computer, einen Commodore Plus 4 und ich weiß genau wie begeistert ich damals von der Technik war. Von da an war meine Leidenschaft für Computerspiele geweckt und besteht noch bis heute.

Wer sich in der Welt der Computerspiele bewegt, der weiß, dass man sich immer wieder in eine Rolle hinein versetzen muss, um sein Ziel zu erreichen. Ich habe mich stets am wohlsten gefühlt und den meisten Spaß gehabt, wenn die Rolle zu meiner eigenen Person und zu meinen eigenen Wertvorstellungen passte. Konnte ich mich so gar nicht mit der Person identifizieren, hat mir das Spiel dauerhaft keinen Spaß gemacht.

Deinem Avatar geht es ganz ähnlich. Er will sich mit dir und deinem Angebot identifizieren können. Will sich wiederfinden und wohl fühlen. Will sich verstanden fühlen.

Dein Avatar ist nicht irgendein nerviger Hörer oder Leser, dem nichts gut genug ist und der ständig nörgelt weil du nicht perfekt bist. Er ist genauso wie du ständig auf der Suche nach Lösungen für seine kleineren und größeren Probleme oder nach einer willkommenen Ablenkung vom Alltag.

Nimm dir die Zeit und mach dir ein Bild von ihm, denn nur dann weißt du zu jedem Zeitpunkt, was er jetzt hören will und was du für ihn tun kannst.

Wenn du dir jetzt noch nicht sicher bist, ob du schon ein optimales Bild von deinem Avatar hast, dann stöbere noch ein wenig im Netz und schau dir Blogs an, von Menschen, die eine ähnliche Zielgruppe haben wie du oder höre dir ihre Podcasts an.

Nutze die sozialen Medien, um nach Menschen zu suchen, die deinem Avatar ganz ähnlich sind. Besuche einschlägige Facebook Gruppen oder gründe deine eigene Gruppe. Beteilige dich an Diskussionen, beantworte Fragen und hilf anderen Menschen mit Ihren Problemen.

Rede mit Freunden, deiner Familie und Kollegen über deine Ideen und Projekte. Lass dich von ihnen inspirieren und nähere dich auf diese Weise immer mehr deinem Avatar.

Also, lass deinen Avatar nicht im Stich, sondern gehe auf ihn ein und nimm‘ ihn an die Hand. Er wird dir dafür dankbar sein.

Ich wünsche dir viel Erfolg auf dem Weg zum perfekten Zuhörer!

Lass‘ uns was Bedeutendes schaffen!

Dein
Sascha Röhler

Sascha

Mein Name ist Sascha Röhler und ich bin der Podcast Padawan und Autor dieses Blogs. Ich möchte meine Reise zum ersten eigenen Podcast dokumentieren und dabei zu einem Podcast Meister werden. Wer geht mit mir diesen Weg?

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