Podcast Equipment – Teil 2: Wie du das passende Mikrofon für dich findest

Podcast Equipment – Teil 2: Wie du das passende Mikrofon für dich findest

Als ich beschlossen hatte, diesen Blog zu starten und mir alles über das Thema Podcasting reinzuziehen, was es zu erfahren gibt, war ich doch etwas überrascht wie wenig „echte“ bzw. praxisorientierte Informationen es doch über Mikrofone gibt.

Natürlich findet man recht schnell eine Menge Foren und Technikseiten mit extrem tiefgründigen Informationen über jedes noch so kleine Detail aber ob das dann auch für jedermann verständlich ist, möchte ich mal stark bezweifeln.

Ich persönlich würde mich mal als Geek oder Nerd bezeichnen, also als jemand, der sich gerne in diese Themengebiete einarbeitet auch wenn es anfangs schwer verdaulich ist.

Aber auch als jemand, der sein erworbenes Wissen aufbereitet und leicht verständlich rüber bringt.

Ja klar, es gibt einfach zu viele Facetten, die es einem nicht leicht machen, das richtige Mikrofon zu empfehlen.

Aber wenn man, so wie ich, verschiedene Dinge ausprobiert hat, dann fallen einem schon ein paar Dinge auf, die einfach wichtig sind, wenn man sich mit dem Thema Mikrofon beschäftigt.

Heute möchte ich dich daher gerne an die Hand nehmen und ich dir ein geeignetes Basissetup vorstellen, mit dem du super starten kannst, ohne Bauchschmerzen wegen der Aufnahmequalität haben zu müssen.

Ich werde dir aber in den folgenden Wochen auch noch andere Setups und Optionen vorstellen, mit denen du deutlich mehr machen kannst und die dir noch sehr viel mehr Luft nach oben lassen.

Aber lass‘ uns den zweiten nicht vor dem ersten Schritt machen.

Welcher Typ bist du?

Bevor du startest solltest du einmal in dich gehen und dir selbst die folgenden Fragen stellen:

  1. Was will ich aufnehmen?
  2. Wie häufig will ich aufnehmen?
  3. Welche Qualität sollte meine Aufnahme haben?
  4. Was will ich langfristig erreichen?

Hierbei kristallisieren sich schnell ein paar Grundtypen heraus:

Der Gelegenheitstyp

Ich treffe immer wieder auf Menschen, die einfach nur ab und an was aufnehmen und ihren Kunden bzw. Bloglesern zum Download anbieten wollen. Oftmals sollen diese Audios gar nicht veröffentlicht, also einem größeren Publikum zugänglich gemacht werden.

Sie sind meist auch gar nicht bereit 200,- € oder mehr für entsprechendes Equipment (Mikrofon und Zubehör) aus zu geben. Sie suchen meist nach günstigeren Alternativen ohne dabei deutliche Abstriche in der Audioqualität machen zu müssen.

Der Audioblogger

Zu dieser Kategorie zähle ich mich selbst auch „noch“. Die primäre Plattform ist ein Blog auf dem diese Personen ihren Lesern Inhalte anbieten.

Irgendwann überlegt man sich, das Ganze eine Ebene weiter zu bringen und auch solchen Menschen diese Inhalte anzubieten, die nicht besonders gerne lesen.

Der Preis des Equipments ist nach wie vor wichtig aber nicht mehr das entscheidende Kriterium. Von da aus, ist der Schritt zum echten Podcast auch nicht mehr wirklich weit.

Der Podcaster

Wer plant einen Podcast zu starten, der will in erster Linie zuverlässiges Equipment, das eine sehr gute Aufnahmequalität ermöglicht ohne dabei zu viel technische Kenntnisse zu erfordern.

Die Handhabung sollte intuitiv und einfach sein aber auch in Zukunft noch gute Ergebnisse ermöglichen.

Hier rückt der Preis wieder ein kleines Stück in den Hintergrund, denn schließlich will man sich seiner Zielgruppe mit samtweicher und voluminöser Stimme präsentieren und den Hörer nicht mit Rausch und Hall vertreiben.

Der Audiophile

Nach oben ist immer noch ein wenig Luft und wenn du heute schon weißt, dass du nicht nur einen sondern zwei oder mehr Podcasts produzieren willst und wenn du vielleicht noch andere Audios wie z.B. Hörbücher oder Intros produzieren willst, dann hast du sicherlich auch andere Ansprüche an dein Homestudio als die 3 anderen beschriebenen Typen.

Die Flexibilität und Zukunftssicherheit rückt in den Vordergrund und der Spaß an den vielseitigen technischen Möglichkeiten lässt den Preis zu einer Nebensache werden.

Der Audiophile hat nicht nur „ein“ Mikrofon, sondern für jede Aufnahmesituation das passende Stück zur Hand und mischt seine Audios am liebsten selbst ab.

Kannst du ehrlich sagen welcher Typ du bist? Dann hast du bereits einen großen Schritt zum richtigen Mikrofon gemacht und es sollte dir leicht fallen das für dich passende Produkt auszuwählen und dich vor allem auch wohl damit zu fühlen.

Wenn nicht, dann mach dir keine Sorgen. Du musst dich jetzt nicht entscheiden. Vielleicht kann ich dich ja mit meinem kostenlosen Audiokurs „Meine 7 besten Tipps auf dem Weg zum eigenen Podcast“ noch etwas inspirieren? Wenn du dich hier unten einträgst, dann bekommst du jede Woche einen Link zu einem meiner 7 Audiokursteile und erfährst alles nötige übers Podcasten. Zumindest das, was man über einen Audiokurs vermitteln kann.

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Wenn du allerdings weißt wo die Reise hingehen soll und du jetzt am liebsten sofort loslegen willst, dann möchte ich dir unbedingt noch ein paar wichtige Tipps mit auf den Weg geben.

Darauf solltest du vor dem Kauf unbedingt achten

Die Wahl des richtigen Steckers

Was so banal und selbstverständlich klingt, kann zu einem echten Problem werden. Viele Mikrofone werden mit einem XLR-Stecker ausgeliefert und lassen sich somit nicht direkt an deinen Computer anschließen.

Willst du jedoch eine einfache Lösung haben, dann solltest du dich immer für ein Mikrofon mit USB Anschluss entscheiden.

Willst du allerdings einen Mischer oder ein Audio Interface verwenden, führt an einem Mikrofon mit XLR Stecker kein Weg vorbei.

Je größer desto besser

Wie bereits in Teil 1 erwähnt, hat die Masse bzw. die Größe der Membran einen spürbaren Einfluss auf die Empfindlichkeit des Mikrofons. Willst du nur Sprache aufnehmen also z.B. Podcasts, dann empfehle ich dir dringend ein Großmembran-Mikrofon zu verwenden. Diese haben den zusätzlichen Vorteil, dass Sie ein deutlich geringeres Eigenrauschen haben.

Auf die Richtung kommt es an

Die meisten am Markt erhältlichen Mikrofone verfügen über irgendeine Art von Richtcharakteristik. Das heißt, dass sie den Schall, in dem Fall deine Stimme, nur aus einer bestimmten Richtung aufnehmen.

Für Podcasting und Stimmaufnahmen ist die Nierencharakteristik am besten geeignet. Hier nimmt das Mikrofon den Schall direkt von vorne am besten und den Schall von hinten nur minimal auf.

Alle gerichteten Mikrofone erzeugen einen Nahbesprechungseffekt, was nichts anderes bedeutet, als dass deine Stimme größer und fülliger wirkt, wenn du mit deinem Mund näher an dein Mikrofon gehst. Was beim Singen meist unerwünscht ist, hat sich in den letzten Jahren unter den Podcastern als eine Art Stilmittel entwickelt.

Die Entkopplung nicht vergessen

Wenn du dich nun für ein Mikrofon entschieden hast, dann vergiss nicht, die passende Halterung oder ein spezielles Stativ zu bestellen. Viele Podcaster verwenden zur Befestigung und Entkopplung ihrer Großmembranmikrofone eine spezielle, elastische Halterung, gerne auch als Spinne bezeichnet.

Du solltest dir bewusst sein, dass wenn du ein einfaches Stativ ohne Entkopplung verwendest, der Trittschall unter Umständen „eins zu eins“ auf deiner Aufnahme landet. Ich empfehle dir daher in eine solche Halterung zu investieren. Du ersparst dir damit jede Menge Zeit und Ärger.

Der Plop muss weg

Sicher ist dir schon das eine oder andere mal dieses unangenehme PLOP Geräusch in einer deiner Aufnahmen oder einem Podcast aufgefallen. Man nennt diese überdeutlichen P’s, F’s und Sch’s „Plosivlaute“ und sie entstehen meist, wenn du zu nah an dein Mikrofon ran gehst oder bestimmte Laute zu sehr betonst.

Um zu verhindern, dass sich diese Laute in deine Aufnahme schleichen, musst du einen Popfilter verwenden.

Viele Hersteller behaupten bereits einen integrierten Popfilter mit zu liefern. Ich traue dem Braten aber nicht und empfehle dir unbedingt einen zusätzlichen Popfilter vor deinem Mikrofon zu befestigen. Selbst damit kann es immer noch vorkommen, dass sich ein PLOP bemerkbar macht. Da hilft nur kontinuierliches Üben und den richtigen Abstand zwischen Mund und Mikro zu finden.

Fazit

In diesem Artikel habe ich dir die verschiedenen Typen vorgestellt und aufgezeigt, welche Art von Equipment am Besten zu ihnen passt.

Außerdem habe ich dir ein paar wichtige Hinweise gegeben, damit du vor dem Kauf deines ersten Mikrofons ganz sicher sein kannst, dass du nichts Wichtiges vergessen hast.

Dennoch möchte ich noch einmal die wichtigsten Punkte zusammenfassen:

  1. Verwende, wenn möglich, nur dynamische Mikrofone
  2. Achte darauf, dass dein Mikrofon über eine Richtcharakteristik verfügt
  3. Entscheide dich möglichst für eine große Membran
  4. Vergiss nicht das passende Kabel zu bestellen
  5. Investiere in eine Entkopplung um Trittschall zu verhindern
  6. Gib dem PLOP keine Chance und kaufe einen Popfilter

So langsam nähern wir uns der Zielgeraden und dir sollte mittlerweile ziemlich klar geworden sein, welches Mikrofon für dich in Frage kommt.

Um dir auch die letzten Zweifel zu nehmen, möchte ich dich einladen auch in der nächsten Woche wieder vorbei zu schauen, wenn ich dir meine persönlichen Favoriten vorstelle und  sie den verschiedenen Typen zuordne.

Hast du dir meine Mikrofone schon angeschaut? Wenn nicht,  dann besuche am besten meine Equipment-Seite. Dort findest du jede Menge Infos zu meiner Ausstattung so wie alle von mir gemachten Soundchecks.

Mehr der Videotyp? Dann schau dir meine neue Video Tutorial Reihe zum Thema Podcast Equipment an. Es kommen regelmäßig neue Videos dazu. Du findest sie auf meinem YouTube Kanal und natürlich hier im Blog.

Ich würde mich freuen dich in meiner Facebookgruppe „Werde Podcaster“ begrüßen zu dürfen. Hier kannst du dich mit Gleichgesinnten austauschen und mit uns über alles rund ums Thema Audio Podcasting diskutieren.

Solltest du noch weitere Fragen haben, dann schick‘ mir einfach eine Mail an sascha@meinpodcast.com oder schreibe sie einfach in die Kommentare. Ich werde dir dann zeitnah antworten.

Bis dahin wünsche ich dir viel Freude und

Lass‘ uns was Bedeutendes schaffen!

Dein
Sascha Röhler

Sascha

Mein Name ist Sascha Röhler und ich bin der Podcast Padawan und Autor dieses Blogs. Ich möchte meine Reise zum ersten eigenen Podcast dokumentieren und dabei zu einem Podcast Meister werden. Wer geht mit mir diesen Weg?

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