Die Macht deiner Stimme – Warum du deinen Lesern ein Audio schenken solltest

Die Macht deiner Stimme – Warum du deinen Lesern ein Audio schenken solltest

Vor kurzem habe ich mein erstes Freebie produziert. Jeder Leser meines Blogs hat von nun an die Möglichkeit, sich in meinen Newsletter einzutragen und bekommt dann regelmäßig eine E-Mail mit einem Link zu meinem kostenlosen Audiokurs.

Ich habe mich ganz bewusst gegen das obligatorische kostenlose Ebook entschieden, denn das gibt’s ja mittlerweile an jeder Ecke. Darüber hinaus wirken die meisten Ebooks eher so, als seien sie in der Kürze dahin gekritzelt worden und nicht wirklich mit Mühe und Sorgfalt produziert worden.

Ich wollte unbedingt einen anderen Weg gehen und außerdem sprach die Grundidee meines Projekts ja ganz klar für ein Audio-Freebie. Denn schließlich will ich ja Podcaster werden und was läge da näher als den Bloglesern mein geballtes Wissen über Podcasting durch einen Audiokurs zu vermitteln.

Der letzte Impuls kam letztendlich von Gordon Schönwälder, der seinen Unmut über die Flut an kostenlosen Ebooks äußerte und mir empfahl doch einfach mal ein Audio-Freebie zu probieren. Ich war Feuer und Flamme und fing direkt an meine Skripte zu erstellen.

Das ist jetzt schon wieder mehr als 2 Monate her und mittlerweile läuft mein Audiokurs ganz gut und ich möchte dir hier und heute die wichtigsten Gründe dafür nennen, warum du deinen Lesern ein Audio schenken solltest.

1.) Schwierigkeitsgrad

Papier ist geduldig und viel Papier macht ungeduldig – vor allem deine Leser.

Ein gutes Ebook zu schreiben auch wenn es kostenlos sein soll, ist nicht so einfach, wie du vielleicht denkst. Neben Struktur und Rechtschreibung tappen Anfänger häufig in so einige Fettnäpfchen und vermitteln dadurch schnell den Eindruck nicht besonders professionell zu sein.

Ich persönlich mag auch keine Bücher mit X Einzeilen-Absätzen und riesigen Leerräumen.

Ganz besonders ärgert mich dabei immer wieder, wie manche Menschen sich ihre Inhalte offensichtlich in 2 oder 3 Stunden aus den Fingern gesaugt haben, nur um mal eben ein Ebook raushauen zu können.

Dabei ist ein Hörbuch oder ein Audio doch viel einfacher zu erstellen, wenn du einen Computer und ein halbwegs vernünftiges Mikrofon besitzt. Es muss ja nicht gleich ein 7-teiliger Audiokurs sein.

Wenn du jetzt dein Wissen noch mit freier Rede, so wie einige Podcaster, vortragen kannst, dann solltest du das in jedem Fall einem Ebook vorziehen.

2.) Spaßfaktor

Natürlich gibt es immer wieder Menschen, die Ihre Stimme doof finden. Bei mir war das nicht anders.

Aber wenn du dich einmal an den Klang deiner Stimme gewöhnt hast und dir bewusst gemacht hast, dass viele Menschen deine Stimme ganz anders hören und wahrnehmen als du selbst, dann wird die Angst vor der eigenen Stimme bald der Vorfreude auf die nächste Aufnahme weichen.

Vor allem weil du das Endprodukt quasi sofort hören kannst.

Das Gefühl etwas Einzigartiges geschaffen zu haben, etwas, dass kaum ein Blogger da draußen seinen Lesern spendiert, ist schon etwas Erhebendes.

Und glaub mir, es gibt Leute da draußen, die deine Stimme sehr angenehm finden werden und sich immer wieder freuen, wenn sie etwas von dir hören. Spätestens dann wirst du dauerhaft Spaß beim Aufnehmen haben.

3.) Deine Stimme

Seit ich meine Blogartikel vertone und speziell seit ich meinen Audiokurs gestartet habe, bekomme ich immer wieder positives Feedback über meine angenehme Stimme und wie positiv diese auf meine Zuhörer wirke. Ein Hörer gestand mir sogar, dass er beim Hören meiner Stimme eingeschlafen sei.

Deine Stimme ist ein mächtiges Werkzeug, mit dem du deine Leser begeistern, überzeugen, beruhigen oder wachrütteln kannst.

Aber sie verleiht auch eine gewisse Nähe und Intimität, denn schließlich bist du der kleine Mann oder die kleine Frau im Ohr deines Hörers.

So nah wie mit deiner Stimme, kommst du deiner Zielgruppe mit einem Buch niemals. Es sei denn du heißt Ken Follet oder Stephen King.

Nutze deine Stimme daher mit Bedacht und beachte die folgenden 5 Punkte:

Rede langsam

Jede Form von Eile hört man deiner Stimme an. Die Betonung geht verloren und der Hörer bemerkt sehr schnell, dass du durch das Programm hetzt. Im schlimmsten Fall verlierst du ihn auf halber Strecke und zurückspulen ist nicht so ohne Weiteres möglich. Also sprich langsam und baue immer wieder kleine Denkpausen ein. Das gibt deinem Zuhörer Zeit zu verarbeiten, was er bis dahin gehört hat.

Rede klar und deutlich

Wer mal ein Interview mit Til Schweiger oder Boris Becker gehört hat, weiß genau was ich meine. Deine Zuhörer können leider nicht nachlesen, wenn sie dich nicht verstanden haben. Nuschel also nicht ins Mikrofon, sondern sprich klar und deutlich und möglichst hochdeutsch. Nicht jeder versteht Schwäbisch oder Bayrisch! Manch einer wird dir vielleicht sogar Arroganz unterstellen, wenn du dir keine Mühe gibst Hochdeutsch zu sprechen. Akzent ist okay aber mit übertriebenem Einsatz von Dialekten wäre ich eher sparsam.

Rede nicht zu laut

Zu leise zu sprechen ist jedoch genauso schlecht. Und ganz blöd ist es, wenn du mal zu laut und mal zu leise bist, denn dann kann dein Zuhörer ja nicht einmal mit dem Lautstärkeregler nachhelfen. Irgendwann wird er entnervt abschalten. Daher solltest du dein Mikrofon vor jeder Aufnahme ordentlich einpegeln und den optimalen Abstand zwischen Mund und Mikro bestimmen. Damit hast du schon die halbe Miete. Alles andere kommt mit der Übung und Erfahrung. Die heftigen Ausreißer und Spitzen kannst du im Nachgang noch durch einen Filter verbessern. Noch schneller und vor allem einfacher geht’s natürlich bei bei Auphonic.

Vergiss die Betonung nicht

Oh je, jetzt hat der Hörer den Faden verloren und weiß gar nicht mehr um was es eigentlich ging. Bitte rede nicht ohne Punkt und Komma. Darunter leidet nicht nur das Verständnis, sondern auch dein Zuhörer. Am besten formulierst du kurze und kompakte Sätze, die auch ein kleines Kind verstehen würde. Lass‘ nach einem Punkt deine Stimme auffällig absinken und nimm dir Zeit zum Atmen. Denn eine gefüllte Lunge verleiht deiner Stimme mehr Kraft und Dynamik. Experimentiere ruhig ein wenig mit der Intonation ohne in ein Sing-Sang zu verfallen und mit der Zeit wird sich eine Routine entwickeln.

Verwende eine lebendige Sprache

Meine Kinder lieben es, wenn ich mich so richtig in die Figuren reinsteigere und jeder Einzelnen ihre eigene Stimme gebe. Anhand der Betonung erkennen Sie, ob die Person lieb oder böse ist. Angst hat oder traurig ist. Mutig ist oder einsam. Deinem Hörer geht es genauso. Er wird an deinen Lippen kleben, wenn du deine Inhalte spannend und lebendig rüber bringst. Dabei merkt er dann auch gar nicht mehr, wie die Zeit vergeht. Könnte es was Besseres geben?

4.) Sichtbarkeit

Wie ich bereits am Anfang gesagt habe, gibt es jede Menge kostenloser Ebooks und PDF Dokumente da draußen aber wie viele Blogs kannst du mir spontan nennen, bei denen du für deine Email Adresse ein Audio-Freebie bekommst?

Ich persönlich habe sowas noch nicht gesehen. Und somit bist du ganz automatisch „on top“ und stichst mit deinem Audio aus der Masse hervor, wie der sprichwörtlich bunte Hund.

Dein Freebie wird zu einem Einzigartigen Giveaway, dass dir eine ganz besondere Sichtbarkeit und Wahrnehmung bescheren wird. Da bin ich mir sicher!

Tipp: Wenn du dein Freebie über eine automatische E-Mail Serie (AutoResponder) an deine Abonnenten versenden willst, dann starte doch einfach mit einem oder zwei MP3s und produziere dann Stück für Stück neue Teile, bis du auf 6-8 Folgen kommst. So bindest du deine neuen Leser mindestens 2 Monate an dich und deine Marke. Das baut Vertrauen auf und stärkt deinen Expertenstatus enorm.

5.) Überzeugungskraft

Deine Stimme verleiht dir Macht. Die Macht der Überzeugungskraft und sie macht dich als Person und Marke glaubwürdig. Wähle deine Worte mit bedacht, sprich laut und deutlich und lasse jedes einzelne Wort auf deinen Hörer wirken.

Besonders die Intonation und Geschwindigkeit ist dabei von großer Bedeutung. Mit ihr kannst du deine Botschaft verdeutlichen und den Hörer mit interessanten Inhalten fesseln.

Plumpes und monotones Runterleiern hingegen wird deinen Hörer nerven und zum Abschalten bewegen.

Wenn du allerdings Freude am Aufnehmen hast und voller Leidenschaft über das sprichst was du tust, dann wird der Hörer das am Klang deiner Stimme erkennen und es wird ihn nicht nur überzeugen sondern wort-wörtlich mitreißen.

6.) Expertenstatus

Podcaster oder generell Menschen, die Audios produzieren, wirken auf Andere sehr professionell und äußerst seriös. Die meisten Menschen nehmen sie als Experten wahr und trauen ihnen auf Anhieb mehr zu als Anderen.

Darüber hinaus gesteht man ihnen Autorität zu, denn wer so offen und direkt über ein Thema sprechen kann und das Ganze sogar zu einem Audioprodukt verarbeitet, der muss ja wissen wo von er spricht.

Vielleicht erklärt das auch die Beliebtheit von Podcasts im Allgemeinen?

Schließlich hören die meisten Deutschen Podcasts nicht zum reinen Vergnügen, sondern primär um sich zu informieren und weiterzubilden.

Bücher werden vom Leser viel häufiger auf den Wahrheitsgehalt überprüft als z.B. Podcasts oder andere Audioprodukte. Das bedeutet zwar nicht, dass du jetzt Unsinn erzählen kannst, aber es lässt dir mehr Freiraum bei der Gestaltung deines Audios.

Fazit: Übung macht den Meister

Ein Audiofreebie kann dir helfen eine besondere Verbindung zu deinen Fans aufzubauen und zu zeigen, dass du bereit bist neue Wege zu gehen und deinem Leser etwas ganz besonderes zu schenken. Deine Stimme!

Aber nicht jeder kann und will gleich mit einem Audio-Freebie starten.

Wichtig ist, dass du einfach anfängst und dass du dir darüber Gedanken machst, was deine Zielgruppe will und wie du deine persönlichen Stärken am besten einsetzen kannst, um ihr zu helfen.

Vielleicht beginnst du zunächst mit einem Ebook oder ganz ohne Freebie.

Der nächste Schritt könnte ein Audioblog, also die Vertonung deiner Blogartikel sein.

Und vielleicht steht dann irgendwann dein eigener Audiokurs auf dem Plan!

Letztendlich führt der Weg zu einem erfolgreichen Blogbusiness immer auch zu Audiobeiträgen und Podcasts und damit zu einer tollen Quelle für gute Reichweite.

Verlasse die bekannten Pfade und wage etwas Neues! Es ist viel leichter als du denkst!

Ich wünsche dir dabei viel Spaß und vor allem viel Erfolg für dein erstes Audio!

Lass‘ uns was Bedeutendes schaffen!

Dein
Sascha Röhler

Sascha

Mein Name ist Sascha Röhler und ich bin der Podcast Padawan und Autor dieses Blogs. Ich möchte meine Reise zum ersten eigenen Podcast dokumentieren und dabei zu einem Podcast Meister werden. Wer geht mit mir diesen Weg?

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