Podcast Equipment – Teil 1: Was du über dein erstes Mikrofon wissen solltest

Podcast Equipment – Teil 1: Was du über dein erstes Mikrofon wissen solltest

Anfang Oktober war ich auf dem 2. Inspirationscamp, das von Marit Alke und Katrin Linzbach in Bonn veranstaltet wurde. Dort hatte ich die Gelegenheit mich mit Maik Pfingsten über Mikrofone und die optimale Podcast Ausrüstung zu unterhalten.

Wer Maik Pfingsten nicht kennt, der sollte sich mal seinen Podcast „Lifestyle Entrepreneur“ anhören. Hier gibt er sehr viele wertvolle Tipps über Podcasting und Online Marketing.

Aber Maik hat nicht nur einen Podcast am Start. Er hat in den letzten 3 Jahren bereits 5 Podcasts produziert und davon sind zwei zu echten Dauerbrennern geworden.

Der Mann weiß also wovon er redet und hat in-punkto Technik sicherlich das eine oder andere ausprobiert.

Wir waren uns recht schnell darüber einig, dass man, wenn man es richtig ernst meint und als Podcaster langfristig die beste Audioqualität abliefern will, auf jeden Fall in ein zukunftssicheres Setting investieren sollte.

Diese Woche hörte ich dann in Folge 4 seines lifestyle:entrepreneur Podcasts „Wie ich mein Marketing automatisierte“ wie Maik darauf hinwies, dass es zwar jede Menge Podcasts da draußen gibt, er aber die Erfahrung gemacht hat, dass 8 von 10 eine grausige Audioqualität abliefern und damit eigentlich ungenießbar sind.

Das deckt sich ziemlich genau mit dem was ich in den letzten 9 Monaten erlebt habe und hat mich letztendlich auch dazu motiviert, einen eigenen Blog über Podcasting zu starten.

Wenn ich in den Podcast Episoden bei iTunes stöbere, frage ich mich dann auch immer wieder, warum so viele Podcaster da draußen auf das falsche Equipment setzen?

Manche haben auch das richtige Equipment, können damit aber nicht umgehen und wiederum andere verhunzen ihre Audioqualität, indem sie so viel an Ihrer Aufnahmesoftware rumspielen und tausende Einstellungen verändern, so dass sie am Ende alles verschlimmbessert haben, anstatt eine brillante Audioqualität zu produzieren.

Es ist also noch gewaltig Luft nach oben!

In diesem ersten Artikel über Mikrofone, möchte ich dich daher gerne an die Hand nehmen und dir die Angst vor der Technik nehmen. Ich wünsche mir, dass du am Ende selbst einschätzen kannst, für welchen Zweck ein Mikrofon geeignet ist und für welchen nicht.

Da ich immer wieder gefragt werde, welches Mikrofon ich empfehle, möchte ich dir die wichtigsten Punkte über die Auswahl des richtigen Mikrofons mitgeben.

Das richtige Mikrofon

Aber was für Unterschiede gibt es überhaupt und worauf solltest du achten?

Um dir hier ein wenig durch den Technikjungle zu helfen, werde ich dir einmal die grundlegenden Unterschiede aufzeigen.

An alle Tontechniker da draußen – Dieser Artikel richtet sich an Laien und erhebt keinesfalls den Anspruch alle Facetten der Ton- und Aufnahmetechnik zu beleuchten.

Mikrofontyp

Es gibt unzählige Möglichkeiten Mikrofone zu klassifizieren. Ich möchte mich hier allerdings darauf beschränken, sie nach der Art der Umwandlung des Schalls einzuteilen.

Demnach sind 2 Typen zu erwähnen:

Dynamische Mikrofone und Kondensatormikrofone

Beide Mikrofonarten sind uneingeschränkt in der Lage deine Stimme so aufzuzeichnen, dass du daraus ein tolles Audioprodukt also auch einen Podcast erstellen kannst.

Dennoch empfehle ich vor allem den angehenden Podcastern und allen Menschen, die erst einmal nur ihre Stimme aufnehmen wollen, ein dynamisches Mikrofon zu verwenden, da es speziell für diesen Anwendungsfall ein paar, meiner Meinung nach, nicht ganz unerhebliche Vorteile mitbringt.

Lass‘ uns mal gemeinsam diese Vorteile anschauen.

Weniger empfindlich

Da sowohl der Übertragungsbereich als auch das Impulsverhalten des Kondensatormikrofons deutlich höher ist, wird auch ein deutlich breiteres Spektrum an Schall und Geräuschen aufgenommen als bei einem dynamischen Mikrofon. Dies ist meist auch der etwas leichteren Membran geschuldet.

Bei musikalischen Studioaufnahmen ist das ein erheblicher Vorteil, denn es verleiht dem Endprodukt mehr Farbe und Vielfalt. Die meisten Podcaster wollen aber eigentlich nur ihre Stimme und nicht etwa den Wind oder den vorbeifahrenden Bus mit aufnehmen. Von daher ist diese Schwäche des dynamischen Mikrofons für den Podcaster ein echter Vorteil.

Robuster

Dynamische Mikrofone sind sehr robust vor allem gegenüber Feuchtigkeit. Sie werden daher gerne als Reportermikrofone eingesetzt. Ihre Unempfindlichkeit gegenüber höheren Schalldrücken ist besonders bei Stimmaufnahmen von Vorteil, denn es kommt auch bei hohen Lautstärken seltener zu Verzerrungen. Und letztendlich macht sie die geringere Anfälligkeit für Rückkopplungen zu optimalen Mikrofonen für die Abnahme von Instrumenten.

Da du als angehender Podcaster oder Homestudio-Anwender sicherlich nicht in einem perfekt eingerichteten Tonstudio sitzt ist das ein klarer Vorteil, der für das dynamische Mikrofon spricht.

Braucht keine Phantomspannung

Ein wesentlicher Unterschied zwischen den beiden Mikrofonarten ist, dass das dynamische Mikrofon keine externe Stromversorgung, die sog. Phantomspannung benötigt.

Dadurch kann das dynamische Mikrofon problemlos mittels USB Stecker an jeden Computer angeschlossen werden.

Natürlich gibt es auch Kondensatormikrofone, die mit einem USB Stecker ausgestattet sind und sich an einen Computer anschließen lassen, allerdings sind es die Wenigsten.

Fazit

Es gibt eine Menge unterschiedlicher Mikrofone da draußen und als Laie verliert man sehr schnell den Überblick.

Ich empfehle dir, solltest du planen in erster Linie einen Podcast zu starten und deine Audios ausschließlich im heimischen Studio aufzunehmen, auf ein dynamisches Großmembran-Mikrofon zu setzen.

Spar dir die Zeit und beschäftige dich nicht weiter mit den deutlich komplexeren und schwieriger zu handhabenden Kondensator-Mikrofonen. Nicht umsonst verwenden die meisten amerikanischen Podcaster dynamische Mikrofone.

Die 3 folgende Punkte sprechen eindeutig dafür:

1) Dynamische Mikrofone sind robuster und einfacher zu handhaben als Kondensator-Mikrofone.
2) Dynamische Mikrofone nehmen aufgrund ihres geringen Ansprechverhaltens nicht jedes Geräusch auf.
3) Dynamische Mikrofone benötigen keine externe Stromquelle.

Natürlich musst du letztendlich selbst entscheiden, welches Mikrofon zu dir, deinem Vorhaben und deinem Budget passt.

Um dir jedoch eine weitere Entscheidungshilfe an die Hand zu geben, empfehle ich dir nächste Woche wieder vorbei zu schauen, wenn ich dir helfe das passende Mikrofon für dich zu finden.

Wenn du dir jedoch vorher nochmal einen Eindruck von meinen Mikrofonen machen willst, dann besuche am besten meine Equipment-Seite. Dort findest du jede Menge Infos zu meiner Ausstattung so wie alle von mir gemachten Soundchecks.

Meine neue Video Tutorial Reihe zum Thema Podcast Equipment findest du auf meinem YouTube Kanal und natürlich auch direkt hier im Blog.

Und wenn du Lust hast dich mit Gleichgesinnten auszutauschen, dann tritt meiner Facebookgruppe „Werde Podcaster“ bei und diskutiere mit uns über alles rund ums Thema Audio Podcasting.

Ich hoffe, dass ich dir mit diesem Artikel ein wenig die Angst vor der Technik nehmen und dir deine Entscheidung erleichtern konnte.

Solltest du noch weitere Fragen haben, dann schick‘ mir einfach eine Mail an sascha@meinpodcast.com oder schreibe sie einfach in die Kommentare. Ich werde dir dann zeitnah antworten.

Bis dahin wünsche ich dir viel Freude und

Lass‘ uns was Bedeutendes schaffen!

Dein
Sascha Röhler

Sascha

Mein Name ist Sascha Röhler und ich bin der Podcast Padawan und Autor dieses Blogs. Ich möchte meine Reise zum ersten eigenen Podcast dokumentieren und dabei zu einem Podcast Meister werden. Wer geht mit mir diesen Weg?

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