5 Gründe warum Podcasts scheitern und wie dir das nicht passiert

5 Gründe warum Podcasts scheitern und wie dir das nicht passiert

Ich schaue regelmäßig bei iTunes vorbei. Vor allem, wenn ich mal wieder eine Empfehlung für einen besonders interessanten Podcast bekommen habe. Ganz oft suche ich aber auch direkt nach Themen, die mich interessieren und finde immer wieder Podcasts, die nur sehr wenige Episoden beinhalten und wo die letzte Episode nicht selten schon vor einigen Jahren oder zumindest vielen Monaten hochgeladen wurde.

Dann frage ich mich immer: „Warum hat er oder sie einfach wieder mit dem Podcasten aufgehört?!“

Doch bei genauerem Hinsehen fällt es einem dann doch wie die sprichwörtlichen Schuppen von den Augen.

„90% aller Podcasts schaffen es nicht bis zur Episode 8!“

Uff, dass ist mal ne große Zahl. Ich gebe zu, dass dieser Wert aus dem internationalen und stark durch die USA geprägten Umfeld stammt und vielleicht in Deutschland nicht ganz so hoch ist. Mein Urteil als interessierter Podcast-Hörer, fällt jedoch nicht viel besser aus.

Viele Podcaster starten entweder niemals „offiziell“, geben nach wenigen Episoden wieder auf, oder veröffentlichen nach anfänglicher Euphorie immer seltener und verschwinden dann doch wieder von der Bildfläche.

Hier sind die 5 Gründe warum Podcasts scheitern und wie dir das nicht passiert.

Grund Nr. 1 – Keinen Fokus haben

Der bekannte amerikanische Podcaster, John Lee Dumas spricht in diesem Zusammenhang immer von f.o.c.u.s – follow one course until success und trifft den Nagel auf den Kopf.

In dieser Welt lauern überall kleinere oder größere Zeitdiebe, die John als „weapons of mass distraction“ bezeichnet. Jeder kennt sie, du sicherlich auch.

  1. Facebook
  2. Emails
  3. Smartphones u.v.m.

Lass dich dadurch nicht irritieren! Setze dir Ziele und lege dafür konsequente Zeitlimits fest, denn schon das Parkinsonsche Gesetz aus dem Jahr 1955 besagt:

„Arbeit dehnt sich in genau dem Maß aus, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht.“

Mit anderen Worten: „Wenn du 1 Stunde Zeit für die Erledigung einer Aufgabe hast, dann wirst du diese 1 Stunde auch benötigen!“

Wir alle haben viel zu tun und keine Zeit. Eine Methode, die dir dabei helfen kann dieser Falle zu entgehen, ist die Po-mo-do-ro Technik, in der du dir immer exakt 25 Minuten für eine Aufgabe nimmst und diese konzentriert und völlig ohne Ablenkung ausführst. Ist die Aufgabe komplexer, dann verwendest du eben mehrere Pomodoros mit je 25 min Zeitaufwand.

Wenn du dabei stets fokussiert bleibst und dir zumindest ein kleines Zeitfenster (z.B. 25 min.) frei räumst, wirst du deine Ziele erreichen und mit deinem Podcast mehr Erfolg haben.

Grund Nr. 2 – Keine Nische besitzen

Stell dir vor du bist mit deinem Medizinstudium fertig und versuchst im Anschluss daran Radiologe, Chirurg, Anästhesist, Neurologe und Pädiater zu werden, denn schließlich findest du alle diese Fachgebiete sehr interessant und na ja, denkst du dir, es kann ja nicht schaden vielseitig ausgebildet zu sein.

In der Tat wirst du wahrscheinlich niemals als Arzt praktizieren, denn du wirst wahrscheinlich eher das Rentenalter erreichen, als in all diesen Bereichen deine Facharztausbildung zu beenden. Auf jeden Fall wirst du aber in keinem der Fachgebiete einen respektablen Arzt abgeben, so dass sich keiner in deine vertrauensvollen Hände begeben wird.

Nische ist alles und wir alle haben Angst davor, uns in eine Nische zu begeben, die zu klein erscheint. Niemand will potentielle Hörer ignorieren und sich auf eine scheinbar sehr kleine Zielgruppe beschränken.

„Wenn du versuchst jeden zu erreichen, wirst du am Ende niemanden erreichen!“

Willst du mit deinem Podcast also Erfolg haben, dann musst du dich sehr stark fokussieren auf deine Zielgruppe und auf deinen perfekten Zuhörer. Mit einem Podcast übers Kochen wirst du natürlich eine sehr breite Zielgruppe haben, aber dafür hebst du dich in keinster Weise ab, von den restlichen Bloggern da draußen.

Kniest du dich allerdings tief in dein Thema und beschränkst dich z.B. auf „italienische Küche für junge Familien mit geringem Haushaltseinkommen“ dann wirst du zwar eine deutlich kleinere, aber dafür eine kraftvolle und äußerst treue Hörerschaft aufbauen.

Dein neu gewonnenes Publikum wird dich als Spezialist deiner Nische wahrnehmen und dich und deine Nische zu einem echten Geheimtipp machen.

Mit dieser Dominanz, deinen treuen Fans und dem daraus entstehenden Moment, kannst du dich dann auch breiter aufstellen und dein Spektrum vergrößern.

Wenn du von Anfang an breit aufgestellt bist, gelingt dir das jedoch nicht, denn keiner kennt dich oder deine Marke. Du hast noch keine Fans und dein Podcast ist sprichwörtlich unbekannt.

Also nutze deine Chance und finde deine eigene Nische!

Grund Nr. 3 – Unrealistische Erwartungen haben

Wenn du meinst, Menschen wie Bill Gates seien über Nacht berühmt geworden oder Personen wie Thomas Alva Edison hätten mal eben die Glühbirne serientauglich gemacht und von da an wären sie auf der Welle des Erfolgs gesurft, dann täuschst du dich gewaltig.

Folgst du wirklich deiner Leidenschaft? Brennst du für dein Podcast Thema? Wenn ja, dann halte weiter aufs Ziel zu. Lass‘ es nicht aus den Augen, denn das Ganze ist ein Marathon und kein Sprint.

Freunde dich schon mal damit an, dass du in den ersten Monaten wenige Menschen mit deiner Botschaft erreichst. Denn in der heutigen geräuschvollen Welt, musst du dran bleiben um Gehör zu finden und wahrgenommen zu werden.

Natürlich betreten immer wieder besonders erfolgreiche Menschen und Unternehmer scheinbar über Nacht die Weltbühne und erobern sie im Sturm, doch in Wirklichkeit steckt dahinter eine klare Vision und viel Vorbereitung.

Podcasting ist in aller Munde und auch in Deutschland auf dem Vormarsch. Es bietet dir tolle Möglichkeiten deine Persönlichkeit, dein Wissen und deine Stimme in die Öffentlichkeit zu tragen.

Aber es ist und bleibt ein langwieriger Prozess, harte Arbeit und viel Energie auf dem Weg zu einem respektablen Publikum, das dir folgt und zuhört.

Sei vorbereitet und stelle dich ein, auf einen Zeitraum von Monaten oder gar Jahren, die du deinem ganz persönlichen Podcast Projekt widmen wirst.

Aber es ist dein ganz persönlicher Weg. Deine Leidenschaft und deine Inspiration, werden dich zum Ziel bringen und der Erfolg wird sich dabei von ganz alleine einstellen.

Sei ein wertvoller Mensch und nicht ein Mensch, der dem Erfolg hinter her hetzt und dabei ausbrennt.

Grund Nr. 4 – Nicht investieren wollen

Natürlich wünschen wir uns alle ein Geschäftsmodell mit passivem Einkommen, so dass wir möglichst nichts weiter tun müssen, als mal schnell ein eBook zu schreiben und danach können wir uns gemütlich auf den Bahamas niederlassen und brauchen nichts mehr zu tun.

Leider hat das noch keiner wirklich geschafft und so ist es fast logisch, dass dein Projekt nur mit einem gewissen Engagement erfolgreich werden kann.

Zeit

Der wohl größte Anteil deines zukünftigen Investments besteht aus Zeit. Gerade als frisch gebackener Blogger und Podcaster wird dir das Produzieren, Bearbeiten und Veröffentlichen anfangs sehr viel mehr Arbeit bereiten als einem alten Hasen.

Wenn du aber nicht bereit bist, jede Woche einen gewissen Zeitaufwand in dein Projekt zu stecken, wird es ganz sicher scheitern, denn wer soll denn die Inhalte produzieren, wenn nicht du?

Energie

Auf Platz 2 meiner Rangliste steht Energie, obwohl ich mittlerweile der festen Überzeugung bin, dass Energie teilweise der Zeit den Platz 1 abjagt, denn gerade in der Anfangszeit ist es besonders schwer sich zu motivieren und kontinuierlich dran zu bleiben. Die Hörerschaft ist noch klein und bescheiden und das Feedback zu deinem Podcast tendiert gegen 0.

Jetzt heißt es durchhalten und volle Pulle aufs Ziel zu halten, denn wie schon ein altes Sprichtwort sagt: „Immer wenn es am schwierigsten ist, hast du es bald geschafft!“

Geld

Als ich angefangen habe stand für mich fest, dass ich erst einmal die Kosten klein halten würde, um nicht unter Druck zu geraten, schnell und ganz bald Geld mit meinem Blog verdienen zu müssen, nur weil die Kosten so drückend hoch sind. Aber für viele Dinge musst du nicht unbedingt Geld ausgeben.

Das gibt’s in der Regel umsonst:

  1. WordPress und ein passendes Theme
  2. E-Mail Marketing für bis zu 1.000 Abonnenten, z.B. Mailchimp
  3. Audio Aufnahme- und Bearbeitungssoftware, z.B. Audacity
  4. Hilfreiche Tipps und Tricks von anderen Podcastern, z.B. hier
  5. Jede Menge toller Stockfotografien

Das kriegst du für kleines Geld:

  1. Deinen Webspace und 3 Domains– Bei All-Inkl* (Partnerlink) bereits ab 4,95 € pro Monat
  2. Dein erstes Mikro – schon ab 35,- € als Logitech H390 Headset* (Partnerlink) zu bekommen
  3. Dein Logo – bei Fiverr schon ab 5$ zu haben
  4. Dein Podcast Jingle – bei istockphoto bereits ab 44,- €
  5. Einen Podcast Hoster – bei Libsyn bereits ab 5$ pro Monat

Ansonsten investiert jeder irgendwann auch mal Geld in seine persönliche Weiterentwicklung z.B. in ein Coaching, einen Mentor, eine Mastermindgruppe, einen eKurs, diverse eBooks oder andere Fortbildungen.

Fest steht, wenn du nicht bereit bis zu investieren, dann wird es ein sehr langer und beschwerlicher Weg werden und du musst dich oft mit dem schlechteren Angebot zufrieden geben.

Grund Nr. 5 – Am Betrüger Syndrom leiden

Oh ja, das Betrüger Syndrom oder Imposter Syndrome, wie es John Dumas nennt. Es hat mir am Anfang schlaflose Nächte bereitet, denn jeden Morgen ist es da und sagt dir:

  • Es gibt schon 200.000 Podcasts da draußen, keiner braucht jetzt noch deinen Podcast
  • Die anderen sind viel länger am Markt und können alles schneller und besser als du
  • Es gibt bestimmt schon einen Podcast zu genau dem Thema, das du dir ausgesucht hast
  • Warum sollte sich jemand für deine geistigen Ergüsse interessieren?
  • Du kannst nichts, du hast nichts zu bieten und was bildest du dir eigentlich ein?

Das geht immer so weiter, denn dein tiefstes Innerstes will dich vor Enttäuschung, Versagen und Frust beschützen. Dabei erstickt es deine Hoffnungen, endlich deiner Leidenschaft zu folgen, bereits im Keim.

Dagegen gibt’s nur eine Lösung: Du musst ins Tun kommen.

Nicht weiter drüber nachdenken. Wenn du morgens unter der Dusche stehst oder deinen Kaffee genießt und es dich plötzlich wie ein vergifteter Pfeil trifft, dann ignoriere es einfach und setzt dich an dein Projekt. Fang an und zeige dir selbst, dass du was zu sagen hast.

Nach einer gewissen Zeit und mit ein wenig Übung, werden diese morgendlichen Angriffe seltener werden und du wirst sie irgendwann auch immer zuverlässiger erkennen und entwaffnen.

Ja, es gibt verdammt geile Typen da draußen! Aber du bist nicht eine Kopie dieser vermeintlichen Alleskönner, sondern du bist du. Und du bist ein ganz spezieller einzigartiger Typ mit einer anderen Persönlichkeit, als die der anderen Blogger und Podcaster. Also lass dich nicht beirren und leg los.

Fazit

Jetzt wo du die 5 Gründe kennst, warum manche Podcasts erst gar nicht starten oder nach kurzer Zeit wieder verschwinden, kannst du dich besser auf deine Reise als Podcaster vorbereiten und weißt auf was du Acht geben musst.

Nicht alles wird dir von Anfang an gelingen und du wirst sicherlich immer wieder mal Fehler machen. Doch wenn du dran bleibst und nicht so schnell aufgibst, dann wirst du Erfolg haben und dein Podcast wird Folge 7 überdauern.

Dabei wünsche ich dir ganz viel Spaß und Erfolg!

Lass‘ uns was Bedeutendes schaffen!

Dein
Sascha Röhler

Sascha

Mein Name ist Sascha Röhler und ich bin der Podcast Padawan und Autor dieses Blogs. Ich möchte meine Reise zum ersten eigenen Podcast dokumentieren und dabei zu einem Podcast Meister werden. Wer geht mit mir diesen Weg?

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